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Freitag, 29. Oktober 2010

Bachelor per Post

Wäre es nicht viel schöner, wenn man sein Unizeugnis persönlich überreicht bekommen würde? Könnte man nicht auf das, was man drei Jahre lang gemacht hat, viel mehr stolz sein, wenn einem ein Dozent „Herzlichen Glückwunsch“ sagen würde? Ist es nicht eine klitzekleine Würdigung wert, wenn jemand sein Studium (und sei es nur ein Bachelorstudium) mit sehr gut abschließt?

Nun ja, ich habe mein Bachelorzeugnis also per Post zugeschickt bekommen. Ich freue mich natürlich, das Zeugnis endlich in der Hand zu halten und bin wirklich zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Das ganze Lernen, die ganze Zeit und die ganze Mühe, die man ins Studium investiert hat, haben sich durchaus gelohnt. Meine Note ist besser als ich jemals erwartet hätte! Aber eine persönliche Übergabe des Zeugnisses und kurze Beglückwünschung wären natürlich auch schön gewesen…
Ich bin nun also „berechtigt den akademischen Grad Bachelor of Arts zu führen“!

Sonntag, 18. Juli 2010

Im Schreib-Rausch

Die Tage rauschen vorbei, ich bekomme kaum etwas vom Leben mit, weil ich den ganzen Tag vorm Computer sitze und an meiner Bachelorarbeit schreibe. Die Buchstaben verschwimmen schon vor meinen Augen, der Kopf tut weh, das ständige Sich-Konzentrieren-Müssen macht müde. Und immer wieder drängt sich mir der Gedanke ins Bewusstsein, dass das alles doch eigentlich gar keinen Sinn mehr hat. Meine Chance habe ich verpatzt. Ich fühl mich wie ein Popstars-Castingteilnehmer, dessen Traum von einer Karriere auf der Bühne geplatzt ist, weil er sich gegen seine Konkurrenten nicht durchsetzen konnte. Ja genau, so fühle ich mich. Und das nur, weil ich bei einem Bewerbungsgespräch versagt habe.