Die Vögel zwitschern, die Kastanienbäume blühen und der Löwenzahn steht schon wieder als Pusteblumen auf der Wiese. Die Sonne aber blinzelt nur ganz selten mal durch die dichten, grauen Wolken und tut, als gehe es sie nichts an, dass Frühling ist – zumindest ist laut Kalender Frühling und dementsprechend sollte es viel wärmer und nicht so trostlos sein. Meine Gitarrenlehrerin meinte heute, dass am Wochenende auch so ein „Kuschelwetter“ werde. Naja, also ich würde das Wetter da draußen, nett ausgedrückt, höchstens als Schmuddelwetter bezeichnen. Aber gut, Ansichten sind ja verschieden.
Der Gitarrenunterricht hat aber heute echt Spaß gemacht! Mir musste zwar ne Menge erklärt werden, weil ich neu dazu gekommen bin, aber sonst war’s echt toll. Vieles sieht zwar eigentlich recht einfach aus, aber es ist gar nicht so leicht, einen Begleitrhytmus mit Pausen, Bass- und Wechselanschlag zu spielen, wenn man dazu auch noch ordentlich singen will. Heute haben wir „Help me make it through the night“ gelernt, ein uraltes Lied, das auch Johnny Cash und Elvis Presley schon gesungen haben.
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Dienstag, 11. Mai 2010
Mittwoch, 5. Mai 2010
Es lebe die Musik! – Erste Gitarrenstunde
Vollkommen geflasht bin ich gestern von meinem Gitarrenunterricht wieder gekommen. Ich habe mich an der Volkshochschule Dresden für einen Weiterführungskurs fürs Gitarrespielen angemeldet und gestern war meine erste Stunde. Ich habe zwar im Vornherein versucht, mir nicht allzu viele Gedanken darüber zu machen, wie es werden könnte, aber letztendlich war es wirklich ganz anders, als ich mir vorgestellt hatte. Ich kam zunächst in den Raum, wo der Kurs stattfinden sollte, rein und es war erst mal niemand da – ich war im richtigen Raum, also konnte es nur daran liegen, dass ich zehn Minuten zu früh war. Wenig später kamen dann zwei Kursteilnehmerinnen und haben mich erst einmal angeschaut, als wäre ich ein Alien oder so. Als ich von ihnen erfahren habe, dass ich mich für einen Kurs angemeldet habe, in dem die Teilnehmer schon seit längerer Zeit zusammen Gitarre spielen, war ich doch etwas verunsichert. Auch die Kursleiterin wusste scheinbar nichts davon, dass sich für ihren Kurs jemand neues eingetragen hat und blickte mich ebenso erstaunt an. Aber sie meinte, ich solle einfach mal schauen, ob es mir gefällt. Und dann ging’s los: Es wurde ein Lied nach dem anderen gespielt – und ich kannte natürlich die meisten Lieder nicht und konnte nur ein bisschen mitschrammeln. Naja, das hat an einigen Stellen gut und an anderen Stellen eher weniger gut geklappt. Spaß hat es trotzdem gemacht und die anderen sind auch alle sehr nett, also habe ich am Ende des Kurses gesagt, dass ich auch weiterhin gern mitspielen möchte. Und jetzt heißt es: Lieder lernen, damit es das nächste Mal besser klappt.
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