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Montag, 8. August 2011

Faster.Harder.Louder. WACKEN!!!

Wenn zig tausende Menschen im Rhythmus der Musik mitklatschen, „hey hey hey“ rufen und man mittendrin ist, dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Drei Tage lang Metal, Treffen von Gleichgesinnten und jede Menge Bier, das ausgeschenkt wird. Wacken, jener Ort, der als Mekka für Metalfans bezeichnet wird, wurde mal wieder heimgesucht von über 70.000 schwarztragenden, zumeist langhaarigen Menschen, die Spaß haben, tolle Bands sehen wollten und das Gelände unsicher machten.

Hinfahrt, Mittwoch, 3. August 2011


Jaaaaaaaaaa, genau da wollten wir auch hin!!!! Da wir erst 23 Uhr in Wacken angekommen sind, ist an diesem Tag nicht mehr viel geworden. Wir haben unser Zelt aufgebaut und ein Bierchen getrunken!

Donnerstag, 4. August 2011

Oooooooh nein, es regnet! Um nicht die ganze Zeit in unserem Zelt sitzen zu müssen, haben wir erst mal unseren Pavillon aufgebaut und gefrühstückt. Danach haben wir uns unser Festivalarmband geholt, eine Ritterkampfvorführung angeschaut, mittags dann gegrillt und anschließend einen Spaziergang durchs Dorf gemacht. Und auch wenn es vormittags überhaupt nicht so aussah, am Nachmittag wurde total tolles Wetter!!! Abends schauten wir uns die ersten Bands an: Halloween, Blind Guardian und Ozzy Osbourne.






Freitag, 05. August 2011

Taaaaaaaaaatsächlich, wir haben es geschafft und waren schon um 12 Uhr bei den Bühnen, um uns die erste Band, die Finnen von Ensiferum, anzuhören! Danach ging’s aber direkt erst mal duschen und während die Haare trockneten, wurde die Festivalzeitung gelesen. Da unser wunderbarer Pavillon den Geist aufgegeben und in der Nacht zusammengebrochen war, mussten meine Jungs erst mal einen neuen Regenschutz mithilfe einer Regenplane basteln. Das Ding sah wackelig aus, aber hat gehalten und seinen Zweck erfüllt. Daumen hoch!

Um 18 Uhr spielte dann die Band, auf die ich mich am allermeisten gefreut habe: TRIVIUM!!!! Drei ihrer neuen Lieder haben sie zum Besten gegeben und auch so waren sie natürlich der Hammer! Weiter ging’s dann mit Sirenia, einer der beiden einzigen Bands dieses Jahr, in denen auch mal eine Frau am Mikrofon stand, danach Judas Priest, Airbourne und ganz zum Schluss, um 2 Uhr morgens, haben noch Apocalyptica gespielt. Klang sehr toll, ihre Darbietung von „Nothing else matters“ war so schön, dass manche Tränen in den Augen hatten (naja, zumindest das ein oder andere Mädel :-)).






Samstag, 06. August 2011

Soooooooooo, letzter Tag. Wir waren zugegebenermaßen vormittags etwas schlapp. Nach einer Dusche und nach Steak und Bier wurde es dann aber nachmittags besser! Wir haben eine Runde über den Metalmarkt und den Mittelaltermarkt gemacht, dort Drachenglut und Koboltfeuer (hmmm, leckere Fruchtweine) getrunken und schließlich noch Avantasia, Kreator, Children of Bodom und Subway to Sally angeschaut. Das Wetter wollte leider nicht mehr mitspielen und so wurde es, als man durchnässt vom Regen war, etwas kalt, aber das tat der Stimmung natürlich keinen Abbruch! Die Bands waren richtig klasse, besser hätte das Festival nicht enden können!





Abfahrt, 07. August 2011

Nööööööö, so einfach kommt ihr hier nicht weg! Es dauerte ewig, bis man vom Zeltplatz runter gekommen war und direkt danach hat sich auf der Landstraße auch noch Stau gebildet. Im Radio wurde unterdessen folgende Durchsage gemacht: „Achtung, es liegt ein Schlafsack auf der Fahrbahn Richtung Hamburg.“ Nun ja.
Mittag gegessen haben wir beim nächsten Burger King, der natürlich von weiteren zig Metalleuten überfallen wurde. :-) Naja, und irgendwann kamen wir dann abends auch zu Hause an!

So, und eigentlich müsste ich jetzt als letzten Satz schreiben: Nach dem Wacken ist vor dem Wacken! Nächstes Jahr wird es allerdings höchstwahrscheinlich nicht klappen, hinfahren zu können. Und danach, hm, wer weiß… aber irgendwann wird es hoffentlich schon wieder mal was werden. WACKEN!!!

Freitag, 29. Juli 2011

Wacken auf ein Neues!

Es ist bald wieder so weit!!! Die Bühnen werden aufgebaut, der Turm hat schon sein Festival-Gewand bekommen und in nicht mal mehr einer Woche ist dann wohl Schluss mit der Ruhe im kleinen Dörfchen Wacken. :-)

Thomas Jensen, einer derjenigen, die das Ganze organisieren, meinte letztes Jahr in einem Interview von Spiegel TV: „Das Festival ist eine Riesenzusammenkunft für die Szene. Das ist ihre Party. So soll es auch sein. Es ist im Grunde so, als wenn man einmal im Jahr zu einer Riesen-Party nach Hause zur Verwandtschaft kommt.“ http://www.youtube.com/watch?v=DFZmZEWuIEc

Ich möchte noch ergänzen: Es geht nicht nur um Party, sondern natürlich auch und vor allem um die Musik!!! Aber Wacken an sich ist eben wirklich schon einzigartig. Die Leute kommen von überall her angereist, und alle haben eins gemeinsam: Sie hören gerne Metal. Es ist einfach toll, dabei zu sein!

Das einzige, worum ich mir dieses Jahr ein wenig Gedanken mache, ist das Wetter…

Donnerstag, 7. Juli 2011

Nolwenn Leroy

Das folgende Lied ist ein Loblied auf die Heimat, jenen Ort, an den man sich immer zurückerinnern wird, egal wie lange man auch woanders wohnt. Denn es ist der Ort, der einem am meisten bedeutet, der Ort, der unglaublich viele Gefühle wach werden lässt, es ist der Ort, an den man immer wieder gern zurückkehrt, den man mit Familie und Geborgenheit verbindet.

Es geht in dem Lied um ein Mädchen, das von der Westküste der Bretagne nach Paris gegangen ist, sich aber zurücksehnt nach der Natur, nach der Heimat, nach einem anderen Leben. Es stammt von der Künstlerin Nolwenn Leroy, die auf ihrem letzten Album traditionelle bretonische Lieder neu interpretiert hat (teils in bretonisch, teils in französisch).



Je ne serai jamais ta Parisienne

"Là où les eaux se mêlent
Là où se finit la terre
Là où est si grand le ciel
Là où se bat la mer
Là où je deviens celle
Qui pour toi reste un mystère
Même si tu me trouves si belle
Sous les feux de ta ville lumière

Qui voit Ouessant, voit son sang
Qui voit Molène, oublie sa peine
Qui voit Sein, n'a plus peur du lendemain
Qui voit le Fromveur, entrevoit le bonheur

J'aimerais tant que tu me comprennes
Je ne serai jamais ta Parisienne
J'aimerais tant que tu me comprennes
Qu'ici ma place n'est pas la mienne

Mais sur les rives de la Seine
Je rêve toujours de pleine mer
Ce n'est pas pour te faire de la peine
Ce n'est pas pour jeter la pierre
Ce n'est pas pour faire de scènes
Ce n'est pas pour croiser le fer
Mais sur les rives de la Seine
Je suis au bout de la terre."

(Ich werde niemals deine Pariserin sein

"Dort, wo die Wasser sich mischen
Dort, wo das Land endet
Dort, wo der Himmel unendlich weit ist,
dort, wo das Meer mit sich selbst kämpft
dort, wo ich immer diejenige sein werde,
die ein Geheimnis für dich ist,
selbst wenn ich noch so schön erscheine
in den Lichtern deiner erhellten Stadt

Wer Quessant* sieht, findet zu sich selbst
Wer Molène* sieht, vergisst seinen Schmerz
Wer Sein* sieht, hat keine Angst mehr vor morgen
Wer Fromveur** sieht, erkennt das Glück

Ich wünsche mir wirklich, dass du verstehst,
dass ich niemals deine Pariserin sein werde
Ich wünsche mir, dass du verstehst,
dass ich hier nicht hingehöre

An den Ufern der Seine
träume ich stets vom weiten Meer,
ich sage das nicht,
um dir Schmerz zuzufügen
um mit Steinen zu werfen,
um Streit zu suchen,
um die Klingen zu kreuzen,
doch an den Ufern der Seine
bin ich am Ende der Welt." )

*Inseln vor der bretonischen Küste
** Meeresweg zwischen zwischen Molène und Quessant (wegen starken Wellen sind Schiffe schwierig zu fahren).


Und weil Französisch so schön klingt, hier noch ein zweites Lied von Nolwenn. In diesem geht es um das baldige Verlassen der Heimat, noch nicht um das Zurückblicken.

Samstag, 5. März 2011

Une chanson française

Trotz meiner Begeisterung für die spanische Sprache möchte ich jetzt, da ich Ferien habe, auch meine Französischkenntnisse wieder etwas auffrischen. Und wie könnte das besser gehen als in Verbindung mit Musik?

Ich war gestern durch Zufall auf einer französischen Musikwebseite und bin da auf mehrere schöne Lieder einer Sängerin namens Jena Lee gestoßen. Sie hat 2009 eine Castingshow in Frankreich gewonnen, schreibt aber ihre Lieder selbst und ihre erste Single „J’aimerais tellement“ war 2009 das erfolgreichste Lied in Frankreich. Das muss noch nichts heißen, aber ich find ihre Lieder einfach wunderschön! Schade, dass man hier in Deutschland nie oder nur ganz selten mal gute Musik aus anderen europäischen Ländern zu hören bekommt – und meistens auch nur dann, wenn die Künstler in Englisch singen. Und warum singt eine Lena eigentlich nicht mal was auf Deutsch?



J’aimerais tellement

Ce n'est qu'une larme
Juste un reste du passé
Dont je m'éloigne
Mais qui ne cesse de me hanter
Ce n'est qu'une lame
Qui entaille mes pensées
Je retrouve mon âme
Ton regard me donne envie d'avancer

Laisse-moi l'oublier
Laisse-moi l'effacer
Pour mieux tout te donner

J’aimerais tellement te dire ce que veut mon coeur
Mais je n'ai plus les mots
J'aimerais tellement te dire que je n'ai plus peur
Mais ces mots sonnent faux
Je dois tout recommencer une nouvelle fois
Bébé, pardonne-moi si je fais un faux pas
Tu sais, j'aimerais tellement te dire ce que veut mon coeur
Mais je n'ai plus les mots

J'ai peur de cette flamme
Qui avant toi m’a brûlée
Tes yeux me désarment
Je n'ose plus les affronter
Mes rêves se fanent
Seul le temps pourra m'aider
Mais quand tu t'éloignes
J'ai finalement envie de te voir rester

(Es ist nicht nur eine Träne,
es ist ein Überbleibsel der Vergangenheit,
von der ich mich entferne,
doch sie hört nicht auf mich zu quälen,
Es ist nicht nur ein Messer,
das meine Gedanken zerschneidet.
Ich habe meine Seele wiedergefunden,
dein Blick weckt in mir das Verlangen,
voranzukommen.

Lass es mich vergessen,
lass es mich zerstören,
um dir alles zu geben.

Ich möchte dir gern sagen, was man Herz will,
doch ich habe keine Worte,
Ich möchte dir gern sagen, dass ich keine Angst mehr habe,
doch jene Worte klingen so falsch,
ich muss erneut von vorn anfangen,
vergib mir, wenn ich einen Fehler gemacht habe
Du weißt, dass ich dir gern sagen möchte,
was mein Herz will, doch mir fehlen die Worte.

Ich habe Angst vor dieser Flamme,
die mich vor dir verbrennt,
Deine Augen geben mich auf,
ich wage nicht mehr, dich anzusehen,
Meine Träume verbleichen
Nur die Zeit kann mich noch retten
Doch auch wenn du gehst,
wünsche ich mir, dass du bleibst.)

Donnerstag, 27. Januar 2011

Das Leben so eben

So, geschafft, tschakka! Hab gestern mein letztes Referat hinter mich gebracht, das Semester ist fast vorbei. Jetzt fehlen nur noch ein Essay und eine Hausarbeit, die geschrieben werden wollen bzw. sollen.
Das erste Konzert, das ich dieses Jahr besucht hab, liegt auch schon wieder hinter mir. Eisregen haben gerockt! Wenn man bedenkt, dass einige ihrer Alben verboten und die Konzerte erst ab 18 sind, ist die Band wirklich harmlos. Erstaunlich fand ich, dass die Band nen recht guten Sound hinbekommt, obwohl sie keinen Bassisten und nur einen Gitarristen haben.
Aber: nur weil das eine Konzert vorbei ist, heißt das ja nicht, dass nichts mehr kommt. Das nächste große Konzert findet zwar erst im März statt, ist aber fest eingeplant, denn ich konnt’s mal wieder nicht lassen, bei Ebay um ein Ticket zu steigern. Hätt ja nicht gedacht, dass es klappt, aber ich hatte wohl Glück. Ende März geht es also zu Katie Melua! Und das Beste an dem Ticket: ich hab es nicht nur billiger bekommen, sondern werde in der ersten Reihe direkt vor der Bühne sitzen!

Samstag, 11. Dezember 2010

Fantástico! Muy impresionante!

Welch Temperament, welche Anmut, welche Ausstrahlung! Das Konzert von Shakira hat all meine Vorstellungen und Erwartungen schlichtweg übertroffen! Zwar hat sie ewig lange auf sich warten lassen – so lange, dass man fast vergessen hätte, warum man überhaupt da war – aber nachdem sie mitten durch die Zuschauerreihen und gekleidet in einem wunderschönen rosa Kleid auf die Bühne kam, brauchte sie nur zu lächeln und alle Ungeduld war vergessen. Sie bot eine unglaubliche Show und jedes einzelne Lied ließ sie mit ihrem bezaubernden Charme zu etwas ganz Besonderen werden! Ich konnte nur staunen!

Spanisch statt englisch

Gleich ihr erstes Lied war eines ihrer früheren spanischen Lieder, die veröffentlicht wurden, noch bevor in Europa überhaupt jemand ihren Namen kannte. Und es sollte dabei bleiben: Natürlich hat sie dem Publikum auch einige ihrer neueren englischen Titel präsentiert, aber der Großteil der Lieder war auf Spanisch!
Mit einer Band von acht Musikern sorgte Shakira zudem für eine super tolle Stimmung, sie rockte, sie überzeugte mit ihrer wunderschönen Stimme, sie spielte Gitarre und Mundharmonika und sie beeindruckte natürlich auch und vor allem mit ihrem Bauchtanz. Jeder einzelne Schritt von ihr war mit Sicherheit einstudiert, aber ihr Auftreten wirkte überhaupt nicht so, sie bewegte sich, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht.

Metallica-Cover

Während einer kurzen akustischen Einlage sang Shakira tatsächlich Metallicas „Nothing else matters“! Wer hätte das erwartet? Und obwohl ich finde, dass dieses Lied niemand nachsingen sollte, weil es nur im Original wirkt, war ich wirklich begeistert! Shakira hat das Lied auf ihre ganz eigene Art, nämlich in Verbindung mit lateinamerikanischen Klängen, dargeboten. Einer ihrer Musiker spielte auf einer spanischen Gitarre, einer auf einer Ukulele und einer trommelte, und all das verlieh dem Lied einen ganz neuen Sound!

Show, Tanz, Party

Rockige Lieder wechselten ab mit wunderschönen Balladen und spanischen Mitsing- und Mittanzliedern. Doch nicht nur die Liedauswahl war super, auch die Show ließ keine Wünsche offen. Mehrmals wechselte Shakira ihre Kleidung und stand mal in schwarzen Hosen und kurzem Oberteil, mal im langen blauen Kleid, mal im schwarz-grünen Partyoutfit und mal im roten Rock auf der Bühne. Unterstützt wurde sie dabei von Tänzerinnen, von ihren Musikern, die von Akkordeon über Geige bis hin zu Percussions und Elektrogitarren alle möglichen Instrumente spielten, und zweimal auch von einem Duettsänger. Zudem war während des zweiten Teils der Show im Hintergrund ein riesig großer dreidimensionaler Kopf zu sehen. Ich weiß, um ehrlich zu sein, nicht, was er bedeutete, aber er wurde in den unterschiedlichsten Farben angestrahlt, was wirklich toll aussah!

Das Ende des Konzerts kam viel zu früh, aber ganz zum Schluss sang Shakira natürlich noch ihren Partyhit „Waka waka“ und ich sag euch, die Leute sind danach aus der Arena getanzt! Ich bin so glücklich, dass ich das Konzert miterleben konnte! Es war das allerschönste Geburstagsgeschenk, das ich bekommen konnte!!!








Montag, 15. November 2010

Die Arena rockt bei Volbeat

„Lena Meyer-Landrut“, schrie gestern einer der Leute inmitten der Schlange vor der Berlin-Arena in Treptow – und stellte anschließend fest: „Oh, falsche Schlange, wa?“ Die Antwort war Gelächter. Gespielt haben nämlich Volbeat. Und das Konzert war echt… krass. Ein paar Sekunden auf einer Stelle stehen zu können war absoluter Luxus! Die Stimmung war Wahnsinn!

Volbeat sind vier Menschen, die einfach auf die Bühne kommen und nichts brauchen, nichts außer ihrer Instrumente, keine tolle Show, keine Hintergrundmusiker, ihre Musik wirkt einfach so wie sie ist. Ein Sänger mit charakteristischer Stimme, tolle Melodien, Musik, die rockt und vier Leute, die sympathisch und auf dem Boden geblieben sind trotz ihres Erfolgs. Gleich mit ihrem ersten Lied haben sie es geschafft, die Menge zu begeistern und in ihren Bann zu ziehen. Ihre Musik ist Rock pur – mit Country-Einschlag an manchen Stellen. Ganz viele Lieder ihres neuen Albums waren zu hören, aber auch ältere Titel. Und mit Zugaben haben sie auch nicht gespart. Alles in allem: ein perfektes Konzert!
































Ich stelle fest: Berlin ist toll, da hier ganz viele tolle Konzerte stattfinden. Und: Zu einem Volbeat-Konzert sollte man lieber keine Kamera mitnehmen, denn ich hatte bei dem ganzen Gedränge zeitweilig etwas Angst um mein gutes Gerät.

Freitag, 12. November 2010

Tolle Musik für fast kostenlos

Ich war gestern beim End of Green-Konzert! Für 75 Cent! Ich hatte das Glück, bei Ebay zwei Tickets für 10.75 Euro zu ersteigern (der Originalpreis eines Tickets lag bei 17 Euro). Da ich aber nur ein Ticket brauchte, habe ich vor dem Club, in welchem das Konzert stattfinden sollte, die Menschen abgefangen und gefragt, ob noch jemand eine Karte braucht. Es schien anfangs so, als hätten alle ihr Ticket schon im Vorverkauf gekauft, aber schließlich hat sich doch ein nettes Mädel gefunden, die noch eine Karte brauchte und die sich sehr gefreut hat, dass ich ihr das Ticket für 10 Euro verkauft habe. Ich selbst war also für besagte 75 Cent dort. Müsste immer mal so klappen ;-).

Der Club war recht süß, kleiner als ich erwartet hatte. Und die Band war auch gut, viel rockiger als von CD. Der Sänger hat ne echt tolle kräftige tiefe Stimme! Bekannt geworden sind die Gothic-Rocker von End of Green mit dem Lied „Dead end hero“, das natürlich immer noch ein Klassiker ist: http://www.youtube.com/watch?v=8w03eAeBefg.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Kino mal anders

Ich war im Kino. Nicht etwa um mir einen Film anzuschauen, sondern um mir die Premiere der neuen Subway to Sally-DVD zu Gemüte zu führen. Aufgezeichnet und nun auf DVD veröffentlicht haben Subway to Sally eines der Konzerte ihrer im April stattfindenden Akustiktour. Und da ich selbst bei einem der Konzerte der Tour (nämlich in Leipzig) mit dabei war, wollte ich mir die DVD-Premiere auf keinen Fall entgehen lassen.

Es ist einfach nur unglaublich erstaunlich, wie Subway to Sally es geschafft haben, ihre Lieder in völlig neuem Gewand zu präsentieren. Neue Lieder, aber auch ältere Lieder erschienen bekannt und doch völlig neu. Das aufgenommene Konzert im Kino zu sehen ließ einen in Erinnerungen schwelgen und in gewisser Weise das selbst miterlebte Konzert noch einmal erleben. Am Anfang wusste zwar keiner so richtig, ob man nach den Liedern klatschen sollte oder nicht, aber zum Schluss haben alle geklatscht. Und man hat ja auch vor allem für Musiker geklatscht, denn die Band war mit vor Ort! Als ich aus dem Kino kam, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mir die DVD zu kaufen. Aber es ist einfach eine so schöne Erinnerung!

Ach ja, und da die Band ja meist so in die Ecke Mittelalter geschoben wird, meinte Eric Fish, also der Sänger der Band so schön: „Wir lassen uns in keine Schublade stecken, wir sind ein Schrank!“ Den Satz fand ich echt cool. Für mich sind Subway to Sally einfach eine tolle Band, weil man bei ihnen das Gefühl hat, dass sie wirklich mit Leib und Seele dabei sind, weil sie unglaublich viel Herzblut in ihre Arbeit stecken. Und das merkt man einfach bei ihren Konzerten. Und deshalb ist die DVD auch so toll!

Hier der Trailer zur DVD: http://www.youtube.com/watch?v=a23SYfaQRSs&feature=player_embedded

Mittwoch, 15. September 2010

Die Sonne geht auf…

Am 15. Oktober erscheint das neue Album „Sale el sol” von Shakira! Und sie macht endlich wieder das, was sie am besten kann: tolle spanischsprachige Lieder! Ihre neue Single „Loca“ wird (unnützerweise) auch in einer englischen Version erscheinen, aber alle anderen Lieder sind in Spanisch! Vier von ihnen kann man sich schon im Internet anhören und sie versprechen, dass das Album richtig gut zu werden scheint. Ich bin jedenfalls gespannt!
Zurzeit tourt sie in den USA, aber ab November ist Shakira auch in Europa unterwegs und tritt (zufälligerweise) am 9. Dezember in Berlin auf. Hm, ich glaube, ich weiß, was ich mir zum Geburtstag wünsche.

Samstag, 14. August 2010

Der pure Wahnsinn

Es ist ein Gefühl, das sich nicht beschreiben lässt. Das größte Metal-Festival der Welt einmal mit zu erleben ist einfach nur Wahnsinn! Wenn sich jedes Jahr im August 75.000 Metal-Fans auf den Weg nach Wacken machen, einem 1800-Seelen-Dorf nordwestlich von Hamburg, dann herrscht in diesem Ort wirklich Ausnahmezustand. Ich war anfangs von der Größe des Festivalgeländes und den Tausenden von Menschen völlig überwältigt. Und am Ende war ich schon fast traurig, wieder nach Hause fahren zu müssen.

Erster Tag (Mittwoch, 04. August): Früh halb 10 haben wir uns in Pirna auf den Weg gemacht. Mit viel guter Laune, ner Menge Gepäck und drei Autos ging es Richtung Norden. Da wir unterwegs noch eine Einkaufspause gemacht und uns kurz vor Hamburg auch noch verloren haben, hat sich die Reise ziemlich in die Länge gezogen, aber acht Stunden und 580 Kilometer später waren wir endlich da. Als erstes haben wir uns alle ein Bier aufgemacht und unsere Zelte aufgebaut, anschließend ging es auf Entdeckungstour zum Festivalgelände, wo wir unser Festivalarmband geholt haben. Danach haben wir den Abend mit Grillen und Bier ruhig ausklingen lassen und uns alle einfach nur gefreut, in Wacken zu sein! WACKEN!!!




Zweiter Tag (Donnerstag, 05. August): Nach einem gemütlichen Frühstück ging es auf ins Dorf. Dort gibt es zwar eigentlich nichts weiter zu sehen, aber ein Spaziergang durch den Ort ist natürlich Pflicht, wenn die Gärten der Bewohner in Biergärten verwandelt und von Metalheads belagert werden. Imbissbuden, Biergärten und Verkaufsstände gab es genügend – für die Einwohner ist die Festivalzeit das Geschäft des Jahres. Wir haben uns alle ein T-Shirt gekauft und danach noch eine Runde über den Metal-Markt gedreht. Wie wir inzwischen feststellen mussten, war unser Zeltplatz recht weit vom Festivalgelände entfernt. Zu den Bühnen und dem Markt mussten wir jedes Mal mindestens 20 Minuten laufen, das war mitunter echt anstrengend. Am Abend besuchten wir die ersten Konzerte: Zuerst spielte Alice Cooper, der besser war als erwartet, und danach stand der Auftritt von Iron Maiden auf dem Plan. Sie waren super, wenn auch nicht umwerfend. Ein wenig nervig waren die ganzen Leute, die unbedingt crowdsurfen wollten und die man durch die Gegend hieven musste, aber das gehört dazu.







Dritter Tag (Freitag, 06. August): Den Tag begannen wir mit einer erfrischenden Dusche und dem Lesen der Festivalzeitung. Ja, auf Wacken gibt es sogar jeden Morgen die neue Ausgabe eines festivaleigenen Magazins – mit Konzertberichten, Interviews, Bildern von Festivalbesuchern und sogar Kontaktanzeigen. Voll cool. Gleich nach dem Mittag machten wir uns dann auf den Weg zur ersten Band. Ill Niño legten 14.15 Uhr los und machten ne super Stimmung! Bevor sie angefangen hatten zu spielen, kam einer der Veranstalter auf die Bühne und verkündete, dass Circle Pits und Walls of Death dieses Jahr auf Wacken verboten seien. Tja, wie zu erwarten war das erste, was die Leute verlangt haben, eine Wall of Death und auch Circle Pits ließen sich nicht verhindern. Aber Geschubse und Gedränge gehören nun mal auch zum Festival dazu. Nach einer zweiten Runde durchs Dorf schauten wir uns noch Kamelot und anschließend Arch Enemy an. Der absolute Hammer! Wo nimmt die Sängerin von Arch Enemy nur ihre Stimme her? Und dabei sieht sie auch noch verdammt gut aus. Zum Schluss spielten Slayer und Imperium Dekandenz, wobei ich am Ende fast nicht mehr stehen konnte, weil mir die Beine dermaßen weh taten.






Vierter Tag (Samstag, 07. August): Man hatte sich gerade richtig eingelebt, da hieß es schon fast wieder, Pläne für die Abfahrt am Sonntagmorgen zu machen. Aber erst einmal warteten noch einige tolle Auftritte auf uns. Wirklich begeistert war ich von Edguy, die für ne richtig gute Stimmung gesorgt haben, und von Immortal, die mit ihren typisch blackmetalmäßig, schwarz-weiß gemalten Gesichtern auf die Bühne kamen. Richtig klasse war auch der Beginn des Auftritts von Soulfly, mit der Zeit klangen allerdings die Lieder etwas eintönig. Max Cavalera hat nach seinem Auftritt bestimmt Festival-Verbot bekommen, weil er die Leute zu Circle Pits angestiftet hat. Das Festival endete mit Fear Factory und Tiamat.






Insgesamt war ich einfach nur begeistert. Geniale Bands, tolle Stimmung, super Wetter, verrückte Menschen, die durch die Gegend laufen. Und wir waren ne echt lustige Truppe! Gegen 17 Uhr am Sonntag kamen wir zwar völlig erschöpft, aber auch total glücklich zu Hause an. Wenn es irgendwie klappt (und es muss irgendwie klappen), dann fahre ich nächstes Jahr wieder zu dem Festival. Denn: Nach dem Wacken ist vor dem Wacken! Einmal dort gewesen, wird man wohl nicht drum herum kommen, wieder hinzufahren!

(Bitte auf die Bilder klicken, um sie in Originalgröße anzuschauen, denn so ist leider auf den meisten nicht viel zu erkennen!)