Das folgende Lied ist ein Loblied auf die Heimat, jenen Ort, an den man sich immer zurückerinnern wird, egal wie lange man auch woanders wohnt. Denn es ist der Ort, der einem am meisten bedeutet, der Ort, der unglaublich viele Gefühle wach werden lässt, es ist der Ort, an den man immer wieder gern zurückkehrt, den man mit Familie und Geborgenheit verbindet.
Es geht in dem Lied um ein Mädchen, das von der Westküste der Bretagne nach Paris gegangen ist, sich aber zurücksehnt nach der Natur, nach der Heimat, nach einem anderen Leben. Es stammt von der Künstlerin Nolwenn Leroy, die auf ihrem letzten Album traditionelle bretonische Lieder neu interpretiert hat (teils in bretonisch, teils in französisch).
Je ne serai jamais ta Parisienne
"Là où les eaux se mêlent
Là où se finit la terre
Là où est si grand le ciel
Là où se bat la mer
Là où je deviens celle
Qui pour toi reste un mystère
Même si tu me trouves si belle
Sous les feux de ta ville lumière
Qui voit Ouessant, voit son sang
Qui voit Molène, oublie sa peine
Qui voit Sein, n'a plus peur du lendemain
Qui voit le Fromveur, entrevoit le bonheur
J'aimerais tant que tu me comprennes
Je ne serai jamais ta Parisienne
J'aimerais tant que tu me comprennes
Qu'ici ma place n'est pas la mienne
Mais sur les rives de la Seine
Je rêve toujours de pleine mer
Ce n'est pas pour te faire de la peine
Ce n'est pas pour jeter la pierre
Ce n'est pas pour faire de scènes
Ce n'est pas pour croiser le fer
Mais sur les rives de la Seine
Je suis au bout de la terre."
(Ich werde niemals deine Pariserin sein
"Dort, wo die Wasser sich mischen
Dort, wo das Land endet
Dort, wo der Himmel unendlich weit ist,
dort, wo das Meer mit sich selbst kämpft
dort, wo ich immer diejenige sein werde,
die ein Geheimnis für dich ist,
selbst wenn ich noch so schön erscheine
in den Lichtern deiner erhellten Stadt
Wer Quessant* sieht, findet zu sich selbst
Wer Molène* sieht, vergisst seinen Schmerz
Wer Sein* sieht, hat keine Angst mehr vor morgen
Wer Fromveur** sieht, erkennt das Glück
Ich wünsche mir wirklich, dass du verstehst,
dass ich niemals deine Pariserin sein werde
Ich wünsche mir, dass du verstehst,
dass ich hier nicht hingehöre
An den Ufern der Seine
träume ich stets vom weiten Meer,
ich sage das nicht,
um dir Schmerz zuzufügen
um mit Steinen zu werfen,
um Streit zu suchen,
um die Klingen zu kreuzen,
doch an den Ufern der Seine
bin ich am Ende der Welt." )
*Inseln vor der bretonischen Küste
** Meeresweg zwischen zwischen Molène und Quessant (wegen starken Wellen sind Schiffe schwierig zu fahren).
Und weil Französisch so schön klingt, hier noch ein zweites Lied von Nolwenn. In diesem geht es um das baldige Verlassen der Heimat, noch nicht um das Zurückblicken.
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Donnerstag, 7. Juli 2011
Samstag, 2. Juli 2011
Zwei Seelen…
"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust" – so schrieb schon der liebe Goethe. Ich fühle mich hin- und hergerissen und das ganz oft – jedes Mal, wenn ich in die Heimat fahre und wieder zurück muss. Wenn ich in Dresden ankomme, denke ich mir immer: „Hach, es ist so schön hier.“ Und jedes Mal fällt es mir schwer, wieder die Sachen zu packen. Gleichzeitig freu ich mich dann aber auch, nach Berlin zurückzufahren. Berlin ist aufregend. Berlin bietet so unglaublich viel. Aber so richtig zu Hause fühle ich mich hier nicht. Doch wo ist das? Wo ist zu Hause? Ist es Pirna? Ist es Berlin? War es Chemnitz? Ich habe das Gefühl, irgendwo in der Luft zu schweben, nicht zu wissen, wo ich eigentlich hingehöre. Was soll das nur werden, wenn ich aus dem Ausland zurückkomme?
Mittwoch, 14. Juli 2010
Ein Sommernachtstraum der Kunst
Ritterrüstungen und Waffen, Figuren aus Elfenbein, verzierte und vergoldete Glasvasen, Gemälde, auf welchen die Personen wie echt wirken, orientalische Gewänder, Skulpturen aus der Antike und von Hand bemaltes Porzellan.
Es gab viel zu sehen, viel zu staunen und viel zu erleben bei der Dresdner Museumsnacht am Samstag. Schätze, wie man sie sich kostbarer nicht vorstellen kann und welche nur einen Hauch von dem einst prunkvollen Leben der sächsischen Kurfürsten erahnen lassen, beherbergen die ehrwürdigen Mauern des Dresdner Residenzschlosses, des Zwingers und der Staatlichen Kunstsammlungen. Hunderte Menschen drängten durch die Gassen der Altstadt, um noch zu später Stunde Kunstwerke aus längst vergangenen Zeiten zu bewundern und sich von Momenten der Verzauberung einfangen zu lassen. Auf den Straßen sangen und spielten Musiker, Gaukler zeigten ihr Können und so mancher Geschichtenzähler entführte das Publikum in eine andere Welt. Dresden ist wahrlich eine Kunst- und Kulturhauptstadt.
Es gab viel zu sehen, viel zu staunen und viel zu erleben bei der Dresdner Museumsnacht am Samstag. Schätze, wie man sie sich kostbarer nicht vorstellen kann und welche nur einen Hauch von dem einst prunkvollen Leben der sächsischen Kurfürsten erahnen lassen, beherbergen die ehrwürdigen Mauern des Dresdner Residenzschlosses, des Zwingers und der Staatlichen Kunstsammlungen. Hunderte Menschen drängten durch die Gassen der Altstadt, um noch zu später Stunde Kunstwerke aus längst vergangenen Zeiten zu bewundern und sich von Momenten der Verzauberung einfangen zu lassen. Auf den Straßen sangen und spielten Musiker, Gaukler zeigten ihr Können und so mancher Geschichtenzähler entführte das Publikum in eine andere Welt. Dresden ist wahrlich eine Kunst- und Kulturhauptstadt.
Sonntag, 16. Mai 2010
Pirna kann auch rocken
Ja, auch in Pirna trifft man sich und geht weg. Wenn man großes Glück hat, dann spielen auch mal irgendwo ein paar Bands – so wie gestern Abend im Uniwerk (warum der Club Uniwerk heißt, weiß ich nicht, denn eine Uni gibt es hier nicht). No Tale haben sich, nachdem der Gitarrist seine zwei gerissenen Seiten gewechselt hatte, als erste Band ins Zeug gelegt und die Bühne gerockt. Danach stimmten Strawberry Lounge etwas ruhigere Töne an und zum Abschluss spielten On the verge of sanity (die Band von Gretel, mit der ich im Englisch-Leistungskurs war) und stellten bei der Gelegenheit auch ihre erste CD vor. Hey, ich war überrascht, jene letzte Band klang mit ihrem Mix aus Rock und tanzbarem Funk echt gut.
In Gedanken war ich an dem Abend irgendwie überall: in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft zugleich. Während ich die Menschen um mich herum beobachtet habe, erinnerte ich mich an die Zeit vor drei Jahren, als ich noch ins Hanno, dem einzigen Jugendclub in Pirna, gegangen bin, wenn dort einmal im Monat Party war. Ich habe darüber nachgedacht, wie es gewesen wäre, wenn ich in Dresden studiert hätte. Und ich habe mich gefragt, was die Zukunft für mich bereit hält und wie es wohl sein wird, wieder ganz woanders hinzuziehen und neu Fuß fassen zu müssen. Eigentlich freu ich mich darauf, was Neues zu machen, aber ein bisschen verunsichert es mich auch.
In Gedanken war ich an dem Abend irgendwie überall: in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft zugleich. Während ich die Menschen um mich herum beobachtet habe, erinnerte ich mich an die Zeit vor drei Jahren, als ich noch ins Hanno, dem einzigen Jugendclub in Pirna, gegangen bin, wenn dort einmal im Monat Party war. Ich habe darüber nachgedacht, wie es gewesen wäre, wenn ich in Dresden studiert hätte. Und ich habe mich gefragt, was die Zukunft für mich bereit hält und wie es wohl sein wird, wieder ganz woanders hinzuziehen und neu Fuß fassen zu müssen. Eigentlich freu ich mich darauf, was Neues zu machen, aber ein bisschen verunsichert es mich auch.
Montag, 3. Mai 2010
Angekommen im neuen alten Leben?
„Alles neu macht der Mai“, heißt so nicht ein Sprichwort? Ich bin mir dessen gerade nicht so sicher. Fängt für mich ein neues Leben an oder bin ich nur in mein altes Leben zurückgekehrt? Irgendwie weiß ich noch nicht so richtig, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Über zweieinhalb Jahre lang habe ich in Chemnitz gelebt, habe dort studiert, hatte mein eigenes Leben – jetzt wohne ich wieder in Pirna, meiner Heimatstadt, zumindest vorübergehend und bis ich weiß, ob ich nach meinem Bachelorstudium noch einen Masterabschluss machen soll oder gleich die Chance auf Arbeit bekomme. Fest steht: ich weiß noch nicht was aus mir wird.
In Pirna zu leben mag nicht schlecht sein, schließlich ist Dresden gleich um die Ecke und in die Sächsische Schweiz ist es auch nicht weit. Das alles hier ist meine Heimat, klar, aber irgendwie ist Chemnitz auch zu einem Zuhause geworden. Und wer weiß wo es mich in fünf oder sechs Monaten hinverschlägt. Denn ob Studium oder Arbeit, dann heißt es wieder: umziehen, sich neu einleben, mit neuen Leuten klarkommen zu müssen. Ist das Sinn der Sache? Nie zu wissen, wie es weitergeht, ob es weitergeht und ob einem das was kommt gefallen wird? Eigentlich hätte ich ja gern einfach nur das Gefühl, irgendwo hinzugehören.
So, er ist geschrieben, mein erster Blogeintrag. Eigentlich möchte ich nur den Menschen, denen ich vielleicht etwas bedeute und die mich vielleicht ein kleines bisschen vermissen, erzählen was in meinem Leben so abgeht, wie es mir geht, was ich denke, was ich fühle und was mir sonst so in den Sinn kommt. Eine gute Freundin hat mir letztes Jahr den folgenden Spruch mit auf den Weg gegeben: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ Es besteht also Hoffnung!
In Pirna zu leben mag nicht schlecht sein, schließlich ist Dresden gleich um die Ecke und in die Sächsische Schweiz ist es auch nicht weit. Das alles hier ist meine Heimat, klar, aber irgendwie ist Chemnitz auch zu einem Zuhause geworden. Und wer weiß wo es mich in fünf oder sechs Monaten hinverschlägt. Denn ob Studium oder Arbeit, dann heißt es wieder: umziehen, sich neu einleben, mit neuen Leuten klarkommen zu müssen. Ist das Sinn der Sache? Nie zu wissen, wie es weitergeht, ob es weitergeht und ob einem das was kommt gefallen wird? Eigentlich hätte ich ja gern einfach nur das Gefühl, irgendwo hinzugehören.
So, er ist geschrieben, mein erster Blogeintrag. Eigentlich möchte ich nur den Menschen, denen ich vielleicht etwas bedeute und die mich vielleicht ein kleines bisschen vermissen, erzählen was in meinem Leben so abgeht, wie es mir geht, was ich denke, was ich fühle und was mir sonst so in den Sinn kommt. Eine gute Freundin hat mir letztes Jahr den folgenden Spruch mit auf den Weg gegeben: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ Es besteht also Hoffnung!
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