Dienstag, 19. April 2011

Und noch ein Traum – Dear Dublin…


Ich habe gestern meine Bewerbung für mein Auslandssemester in Dublin abgegeben. Und ich habe die nette Frau im International Office gefragt, wie hoch denn meine Chancen sind.

Es verhält sich folgendermaßen: An der Uni in Dublin, dem Dublin Institute of Technology, gibt es acht Plätze. Für diese acht Plätze wurden acht Leute von meiner Hochschule nominiert, wobei eine Studentin zurückgetreten ist. Da ich bereits nominiert wurde, ist meine Bewerbung an der Dubliner Uni eigentlich nur noch Formsache. Meine Chancen, einen Platz zu erhalten, sind damit (laut Frau vom International Office) bei 100%!!!!!!! Wenn das nicht die allertollste Antwort ist, die ich bekommen konnte!!!!

Ich versuche zwar, noch nicht allzu überschwänglich euphorisch zu sein, solange ich nichts schwarz auf weiß habe, aber irgendwie gelingt mir das nicht. Ich freu mich total!!!!!!!!!

Montag, 18. April 2011

Träume

Ach ja, diese schönen Sprüche…

Doch:
Was wär der Mensch ohne seine Träume? Was könnte er errei-
chen? Was würde ihn vorantreiben? Was würde ihn zusammen-
halten? Was ließe ihn an das Leben glauben?
Nähren nicht Träume die Hoffnung der Menschen? Und ist nicht die Hoffnung oft das einzige, das einen vorwärts bringt, das einen nicht auf der Stelle stehen bleiben lässt?

Leider gibt es Träume, die auf ewig Träume bleiben. Träume, welche zu träumen, nur Schmerz in einem hervorrufen, Träume, welche nur unglücklich machen, weil man zu gut weiß, dass sie vielleicht das Herz weiterschlagen lassen, aber es doch nie zum Lächeln bringen, weil sie nie wahr werden.

Doch ist nicht die Hoffnung, dass Träume eines Tages Wirklichkeit werden, oft das einzige, das einen vorwärts bringt?

Sonntag, 17. April 2011

Eine lange Nacht

Ich wollte mich kulturell etwas weiterbilden. Bei der „Langen Nacht der Opern und Theater“. Leider war ich nicht sehr erfolgreich, weil vor den meisten Theaterhäusern so viele Menschen Schlange standen, dass man überhaupt nicht hineinkam. Von daher war es zwar eine lange Nacht, aber ohne viel Theater und Oper.

Ein kleines bisschen hat sich der Spaß trotzdem gelohnt. Ich habe mir eine Stepptanz-Vorführung angeschaut und einen Ausschnitt von „SOAP“ gesehen, die sogenannte „Badewannenshow“, welche eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Komik darstellt und bei der die Schauspieler Kunststücke auf, in und aus der Badewanne heraus zeigen. Danach wollte ich ins Kabarett gehen, aber das war aussichtslos, viel zu viele Menschen, bei der Komischen Oper das gleiche Spiel. Zum Schluss war ich noch in einem kleineren Theater und habe einer brasilianischen Band gelauscht.


Nun ja, ich war etwas enttäuscht, weil ich nur die Hälfte von dem, was ich sehen wollte, gesehen habe. Aber da war ich nicht die einzige, anderen ging es genauso wie mir.

Eine Win-Win-Situation (um mal im Studiengangsjargon zu sprechen) hätte anders ausgesehen: dann hätten nämlich die Leute viele verschiedene Theaterstücke bzw. Ausschnitte gesehen, einen schönen Abend gehabt und wären dadurch motiviert gewesen, auch so mal ins Theater oder in die Oper zu gehen. Und die Theater hätten sich zurück ins Bewusstsein der Berliner Einwohner gerufen. Denn wann geht man sonst schon mal ins Theater geschweige denn in die Oper?

Dank der Langen Nacht weiß ich nun aber zumindest mal, was für Theater und Opern es in Berlin so gibt. :-)

Donnerstag, 7. April 2011

Nachtrag II: Konzertwoche - Ill Niño

Man braucht keine Drogen, um high zu werden. Ordentliche Musik reicht vollkommen aus. Ein tolles Konzert und man befindet sich wie im Rausch. Zumindest bei mir funktioniert das.

Es gibt Konzerte, bei denen man einfach das Gefühl hat, in einer völlig anderen Welt zu sein, bei denen einen die Musik derart in den Bann zieht, dass man völlig geflasht ist. Es sind Momente, in denen nichts anderes als die Musik zählt, in denen es einfach nur darum geht, ein tolles Konzert zu erleben. Und es sind Momente, in denen man nicht alleine ist, man ist einer von vielen, man gehört dazu, man ist unter Gleichgesinnten.

Das Ill Niño-Konzert letzten Mittwoch gehörte eindeutig zu den Konzerten, die ich nicht so schnell vergessen werde. Dass die Band bei ihren Konzerten nicht allzu lange spielt, wusste ich zwar, aber dass sie live absolut der Hammer ist, wusste ich auch. Deshalb war es auch nicht schlimm, dass ich sie schon das dritte Mal live gesehen habe.

Gleich die beiden Vorbands Breed 77 und Deadlock waren wirklich überzeugend. Erstere spielen ähnlich wie Ill Niño eine Art Latin Metal, also Metal mit lateinamerikanischen Einflüssen, zum Beispiel spanischen Gitarren, Trommeln und mit der ein oder anderen Textzeile auf Spanisch. Zweitere sind eine deutsche Band und hatten eine wirklich tolle Sängerin mit dabei. Ich war begeistert, schon bevor die Hauptband auftrat!

Ill Niño selbst spielen Metal genau so wie ich ihn liebe: Sie hauen ordentlich rein, aber ihr Lieder sind auch unglaublich melodisch und der Sänger hat einfach eine supertolle Stimme! Ich war wirklich glücklich, beim Konzert dabei gewesen zu sein!

Bilder vom Konzert gibt es allerdings leider keine – zu viel Lichtgeflacker und Geheadbange.


„Sometimes I feel like the world is looking over my shoulder
I don’t know why but I feel my patience getting shorter
I don’t want to know
I don’t want to feel
I don’t want to be
I don’t want to sound crazy

I don’t want to sound insane
But I can’t take the pressure
Have you ever felt the same?
Like you just need to run away”



(http://www.youtube.com/watch?v=ma-hONmMtfI)

Dienstag, 5. April 2011

Nachtrag I: Konzertwoche - Katie Melua

So ein Künstlerleben ist nicht immer einfach. Von außen betrachtet scheint zwar alles toll zu sein, alles scheint zu glitzern, aber Schattenseiten gibt es immer. Wer sich „Star“ schimpfen darf, wird verehrt und bewundert, steht im Rampenlicht, verdient viel Geld. Aber irgendwann ist die Luft auch mal raus.

Katie Melua musste ihre eigentlich für November geplante Tour auf März verschieben, weil sie nach jahrelangen Touren, dem Schreiben von Liedern für ein Album nach dem nächsten und ständigen Studioaufnahmen aufgrund von Erschöpfung einfach nicht mehr konnte und eine Auszeit brauchte. Sie hat sich beim Konzert letzten Montag hier in Berlin sehr lieb bei den Fans bedankt, dass sie ihre Karte behalten haben und so lange auf das Konzert gewartet haben.

Katie Melua hat eine verzaubernd schöne Stimme – und eben so schöne Lieder! Sie begann mit „The closest thing to crazy“, dem Lied, mit dem sie berühmt geworden ist. Insgesamt war das Programm allerdings nicht sehr gemischt, da sie fast alle Lieder ihres aktuellen Albums gesungen hat. Aber es war ein sehr schönes Konzert! Besonders toll fand ich die Videoeinspielungen bei „Red balloon“ im Hintergrund: Es wurde der Himmel mit erst wenigen und am Ende ganz vielen roten Luftballons gezeigt, während der Boden in Nebel getaucht und rot angestrahlt wurde. Traumhaft!

„The sky is full of red balloons
Red balloons are full of broken hearts
Broken hearts are floating by a chance
Will they burst or drift into arms?”





Montag, 28. März 2011

Musical rockt das Theater!

Ich war gestern im Westen drüben! Meist bin ich sonst im östlichen Teil der Stadt unterwegs, weil ich dort wohne, und wenn man in der Innenstadt ist, dann fällt einem auch nicht auf, ob man nun im ursprünglich westlichen oder östlichen Teil der Stadt ist. Eigentlich find ich es auch blöd, dass immer noch über Ost und West geredet wird, aber es gibt doch immer noch Unterschiede und wenn man in ein Theater mit dem Namen Theater des Westens geht, dann wird man unweigerlich daran erinnert.

Im besagten Theater war heute Tag der offenen Tür. Es wurden Ausschnitte aus dem aktuellen Musical „We will rock you“ gezeigt! So richtig auf der Bühne! Die Kostüme, die Frisuren, echt genial! Und die Stimmung erst! Das Publikum klatscht schon vorher den Rhythmus des Titellieds und natürlich werden „We will rock you“ und „We are the champions“, die bekanntesten Lieder von Queen, lauthals mitgesungen!

Neben der Show ist der Sound das Wichtigste: Über der Hauptbühne, auf der Tänzer und Sänger auftreten, gibt es noch eine schmalere Bühne mit der Band, die für ordentliche Musik und ordentliche Lautstärke sorgt. Ab und zu darf auch einer der Gitarristen mal auf die Hauptbühne und dort sein Solo spielen!

Das Theater an sich ist natürlich auch ein wirklich schickes Gebäude. Im Foyer haben gestern Darsteller ein paar Lieder aus dem Musical gesungen. Außerdem erfuhr man einige Hintergrundinformationen über das Stück „We will rock you“, über das Theater und darüber, wie eine Musicalaufführung entwickelt wird. Im Falle von „We will rock you“ stehen 27 Darsteller auf der Bühne, aber das Ensemble besteht insgesamt aus 40 Personen und weil öfters mal jemand ausfällt, muss jeder bis zu zehn Rollen einstudieren! Da die Darsteller von überall her kommen, wird beim Training hauptsächlich englisch gesprochen, es gibt 200 verschiedene Kostüme und 60 Frisuren, die sieben Tage die Woche gestylt werden müssen. Uraufgeführt wurde das Musical 2002 in London, seit 2004 wird es in verschiedenen Städten in Deutschland gezeigt, zurzeit eben in Berlin. Etwa zwei Millionen Deutsche haben das Stück schon gesehen! Wann gehören wir mit dazu?

Und nun noch ein paar Bilder:

Montag, 21. März 2011

Kissenschlacht am Brandenburger Tor





(Quelle: Picture Report - Berlin City Photos)

Es ist so einfach die Menschen glücklich zu machen! Du musst ihnen nur sagen, dass sie sich mit Kissen gewappnet auf einem großen Platz treffen und eine Kissenschlacht anzetteln sollen! So geschehen gestern Nachmittag am Brandenburger Tor. Unzählbar viele Menschen haben sich mit Kissen beworfen und Federn durch die Gegend gewirbelt. Über eine Stunde lang regnete es Kissenfedern, der Boden war am Ende von einer zentimeterdicken Federschicht bedeckt, es war ein wirklich einzigartiger Anblick. Und die Leute hatten einfach nur Spaß dabei!

Laut Presse haben etwa 3000 Menschen beim Flashmob auf dem Pariser Platz direkt vorm Brandenburger Tor mitgemacht. Am Ende war echt alles weiß! Und ihr hättet die Blicke der Leute sehen sollen, die nachmittags Richtung Brandenburger Tor gelaufen sind!

Schaut auch hier:



Doch was bringt so ein Flashmob, also eine Ansammlung von Menschen, die sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort treffen und irgendetwas Ungewöhnliches machen, eigentlich?
Dient er dazu,
• um einfach mal was verrücktes zu machen?
• um dem langweiligen Alltag für ein paar Minuten zu entfliehen?
• um einem für eine kurze Zeit das Gefühl zu geben, irgendwo dazuzugehören?
• um Touristen zu verschrecken?
• um lustige Bilder und Videos machen zu können, die man dann im Internet hochlädt?

Was auch immer es ist, so ein Flashmob ist schon irgendwie faszinierend. In diesem Fall am Brandenburger Tor ging’s wohl einfach nur darum, eine ungewöhnliche Aktion zu starten und Spaß zu haben. Aber es gibt auch Flashmobs, die wirklich dazu dienen, Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu erreichen, sei es eine politische Angelegenheit oder sei es als Werbung für ein Unternehmen oder ähnliches. Vor zwei Wochen erst gab es beispielsweise hier am Berliner Hauptbahnhof einen Flashmob von Tänzern, die einen Tanz aus einem neuen Stück, das an der Oper gezeigt wird, vorgeführt haben (http://www.youtube.com/watch?v=glgOuuDYprA). Die Leute, die das miterlebt haben, haben bestimmt allen Freunden und Bekannten davon erzählt. Gelungene Werbung also. Und diejenigen, die dann ein Video von dem ganzem im Internet sahen, wurden eben dadurch drauf aufmerksam. Zu letzteren gehöre ich, denn ich möchte mir dieses Tanzstück eventuell ganz gerne mal anschauen. :-) Und die nächste Kissenschlacht kommt bestimmt auch!