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Dienstag, 16. August 2011

Paddelausflug

Berlin ist nicht nur Stadt, nein, in Berlin gibt es auch sehr viele grüne Stellen und am Rande der Stadt sogar einige größere Seen. Einer dieser Seen ist der Müggelsee in Köpenick! Und genau dort waren wir, eine Freundin und ich, heute paddeln!

Wir sind zu Beginn ziemliche Schlangenlinien gefahren, weil das Kanu irgendwie nie dorthin gefahren ist, wo wir es versucht haben hin zu lenken bzw. wollte es nicht klappen, einfach nur gerade aus zu fahren. Gut vorwärts gekommen sind wir dennoch. Es ging zunächst zum kleinen und dann zum großen Müggelsee, anschließend durch „Neu-Venedig“, das sind mehrere verzweigte Wasserwege, die durch eine Gartenanlage führen! Sehr idyllisch! Etwas gestärkt haben wir uns in einer Gaststätte direkt an einem der Kanäle, bevor es langsam zur Anlegestelle zurück ging. Nach fünf Stunden paddeln waren wir echt so ein bisschen wie geschafft!

Was wir noch üben müssen, ist so zu paddeln, dass man sich nicht ständig selbst vollspritzt. Naja, und das Geradeaus-Fahren, aber es sind glücklicherweise alle Enten rechtzeitig geflüchtet, als wir des Wegs kamen, so dass ihnen nichts passieren konnte! Übrigens haben wir die Blue Pearl gesichtet, nicht die Black Pearl, aber immerhin… :-)

Falls ihr mal in Berlin seid und auch was von der Natur sehen wollt, dann macht doch eine Kanutour! Hier der Link zur Webseite der Verleihstation: http://www.13kanus.de/. Kann ich nur empfehlen!

Donnerstag, 16. Juni 2011

SYSTEM OF A DOWN in Berlin!!!

Ich durfte ein seltenes und unglaublich tolles Erlebnis miterleben, ich war dabei, ich gehörte dazu! Es war ein Wahnsinnskonzert. Es war der HAMMER!!!

Schon das Konzertgelände ließ mich nur staunen. Mitten im Wald gelegen, Platz für 17.000 Fans, eine Open-Air-Bühne vom Feinsten und riesengroß! Das ist die Kindl-Bühne im Wuhlheide-Park! Das schöne Wetter und das Gefühl des Dabeiseins, gemeinsam mit tausenden anderen Metalfans, weckten schon fast Festivallaune.

19 Uhr ging‘s schon los mit der Vorband Dredg. Ja, okay, passte schon. Irgendwann nach 20 Uhr kamen dann System of a down auf die Bühne! Ich muss zugeben, dass ich die ersten Sekunden nicht so lustig fand, weil ein dermaßen schlimmes Gedränge losging, wie ich es noch nie erlebt habe und das mir ein wenig Angst gemacht hat. Deswegen bin ich ein Stück hinter gegangen und hab dort zwar weniger gesehen, aber aus der Menge heraus und auf einen der Ränge zu gehen, nein, das kam gar nicht in Frage. Ich wollte mitmischen! Und System haben ein tolles Programm geboten: die richtigen Lieder, verschiedene Hintergrundbilder, tolle Lichteffekte (die allerdings gar nicht so richtig zur Geltung kamen, da es noch hell war), Meister Serj Tankian im schicken weißen Hemd, der unterstützt wurde vom singenden Gitarristen, und den richtigen Worten á la „You are the loudest singing audience we ever had“. Jaja, das sagt ihr doch bestimmt bei jedem Konzert! :-)

Die Stimmung war einfach bestens! Schaut hier:



Montag, 13. Juni 2011

Vorfreude

Vorfreude ist ja die schönste Freude. Auf mein nächstes Konzert durfte ich mich schon ein halbes Jahr lang freuen. Jetzt reicht es langsam mit der Vorfreude! :-) Am Mittwoch ist es endlich so weit. System of a down geben ihr einziges Deutschland-Konzert hier in Berlin!!!

Das letzte Mal, dass sie überhaupt mal in Deutschland gespielt haben, war (glaube ich) 2002 bei Rock am Ring. Nach ihrem letzten Album 2005 hat man dann ewig nichts mehr von ihnen gehört bzw. hieß es, dass die Band sich aufgelöst hat.

Es war also noch nicht einmal daran zu denken, dass sie mal hier spielen würden und als ich letztes Jahr im November gelesen hab, dass sie sich wieder zusammen gefunden haben und noch dazu ein Konzert in Berlin geben, konnte ich es gar nicht glauben. Als der Vorverkauf losging, hab ich natürlich gleich Tickets bestellt. Und jetzt ist es fast so weit!!!!

Ob sie mir den Gefallen tun, mein Lieblingslied zu spielen?

Samstag, 21. Mai 2011

Studyworld 2011 – Internationale Studienmesse

Lächle und du bekommst ein Lächeln zurück! Aber wer erinnert sich denn an ein Lächeln in einer so großen und anonymen Stadt wie Berlin?

„In der Stadt ist die Hölle los!“, bemerkte heut Nachmittag ein Mensch neben mir in einem Café in der Innenstadt. Diese ganzen Menschen, diese ganzen Touristen! Und zig Leute mit blau-weißen Trikots von Schalke und Duisburg, scheinbar auf dem Weg ins Stadion, weil heut wohl irgendwie DFB-Finale war! Und dann noch diese Wärme! Manchmal ist Berlin echt anstrengend!

Viel schöner fand ich es heut Morgen gegen 10 Uhr, als ich die Friedrichstraße entlang gelaufen bin, nur wenige Menschen unterwegs waren, die Geschäfte gerade erst aufmachten! Für diese paar Minuten schien die Stadt vollkommen friedlich und gemütlich zu sein.

Ich war auf dem Weg zur Studyworld 2011, einer Internationalen Studienmesse, wo ich mir Vorträge zu den Themen Sprachkurse im Ausland, Studium und Praktikum in Frankreich, Freiwilligendienste und kulturelle Unterschiede in Spanien angehört habe. War echt super interessant! Und wie es bei Messen so ist, gab es auch Stände und ganz viel Informationsmaterial und eigentlich bin ich grad total informationsüberlastet. Aber es gibt so viele Möglichkeiten! Man muss sie nur kennen! Naja, und oftmals braucht man bisschen was an Geld, weil beispielsweise Praktika im Ausland zwar von verschiedensten Organisationen vermittelt werden, diese aber fast immer unbezahlt sind. Das einzige, wo man vielleicht nicht miese macht, sind diese Work and Travel-Programme, aber diese gibt’s meist nur in Ländern wie Amerika, Australien und Neuseeland. Aber eigentlich möchte ich doch „nur“ nach Frankreich oder Spanien oder Schottland…

Ich meine, eigentlich muss ich ja erst mal mein Auslandssemester fertig planen statt mir darum Gedanken zu machen, was danach kommt, aber da ich mein viertes Semester gern als Praxissemester machen möchte, muss ich mich spätestens im August um ein Praktikum bewerben, um noch für Bewerbungsgespräche da zu sein. Wenn ich allerdings dieses Praktikum im Ausland (am allerliebsten in Frankreich) machen könnte, wäre es natürlich perfekt.

Bis vor ein paar Wochen war das Thema Ausland zwar irgendwie in meinem Hinterkopf, aber nicht so präsent wie jetzt. Und jetzt würde ich am liebsten alle möglichen Länder bereisen bzw. nicht nur bereisen, sondern wirklich kennenlernen. Seitdem ich in Paris war, möchte ich am allerliebsten noch mal nach Frankreich (wenn man Irland mal außen vor lässt, denn Irland bleibt natürlich mein Wunschland Nummer 1), andererseits ist Spanisch eine soooooo tolle Sprache! Und irgendwie hält mich hier auch nichts…
Naja, dennoch hoffe ich, dass ich vielleicht nur in einer komischen Fernweh-Phase bin. Vielleicht komme ich ja auch aus Irland zurück und hab genug von Ausland oder will mein Studium so schnell wie möglich beenden. Wer weiß, wer weiß…

Sonntag, 15. Mai 2011

Tarja-Konzert in Berlin

Wenn man Lieder von Tarja Turunen hört, irgendwo ein Bild von ihr sieht oder was über sie liest, dann muss man unweigerlich immer noch an ihre Zeit als Sängerin von Nightwish denken. Und irgendwie bedauert man es immer noch, dass sie eben nicht mehr in jener Band singt, die mit ihr doch eigentlich perfekt war.

Tja, aber wie das so ist bei zwischenmenschlichen Beziehungen: Manchmal funktioniert es einfach nicht mehr und dann trennen sich die Wege. Tarja ist nun mit ihrer eigenen Band unterwegs. Und auch wenn ihre Lieder denen von Nightwish nicht das Wasser reichen können, ändert das doch nichts an ihrer megatollen Stimme! Und ich hatte bei ihrem gestrigen Konzert hier in Berlin auch irgendwie das Gefühl, dass sie bei ihrer eigenen Musik vielmehr aufblüht. Ich hatte sie als Nightwish-Sängern eher als etwas distanziert in Erinnerung, aber das war sie gestern überhaupt nicht. Sie hat die ganze Zeit gestrahlt und sich unglaublich gefreut, dass so viele Leute da waren.

Kein Nightwish-Lied zu singen, darum kam sie allerdings nicht drum herum. Zwei Lieder vom „Once“-Album hat sie zum Besten gegeben und mit dem zweiten einen Akustikteil angefangen, bei dem sie sich später auch selbst ans Keyboard gesetzt hat. Das war echt richtig schön! Ach ja, und der Schlagzeuger war der Hammer. Er hat seine Drumsticks in der Luft gedreht, in gewisser Weise jongliert und dabei auch noch richtig gespielt, das hab ich echt noch nie gesehen.

Und zu guter Letzt wollen wir natürlich nicht unerwähnt lassen, dass Tarja sehr hübsch aussah. Drei verschiedene schwarze Kleider hat sie getragen, aber am besten hat sie mir in ihrem langen weißen Kleid am Ende gefallen!





Tierpark Berlin

Ich hab mal wieder was Neues von Berlin kennengelernt: den Tierpark. Er ist riesig und es gibt schlichtweg alles an kleinen und großen, an kriechenden und springenden, an gefährlichen und harmlosen Tieren, die man sich nur vorstellen kann. Und wirklich schön gestaltet ist der Tierpark auch. Man läuft durch einen Wald und links und rechts sind die Käfige sowie die mitunter durch Wassergräben abgegrenzten Bereiche der Tiere. Besonders angetan war ich ja von den süßen Erdhörnchen, den Adlern, den kleinen Affen, die auf zwei Beinen gelaufen sind, und den Fledermäusen! Aber es gibt natürlich auch immer ein paar Tiere, die einen leidtun. Manche Greifvögel waren in echt kleinen Käfigen gefangen, tonnenschwere Robben in einem minikleinen Wasserbassin und auch die Jaguare und Wildkatzen hatten überhaupt keinen Auslauf. Aber die Leute wollen ja was zum Gucken haben…




Sonntag, 17. April 2011

Eine lange Nacht

Ich wollte mich kulturell etwas weiterbilden. Bei der „Langen Nacht der Opern und Theater“. Leider war ich nicht sehr erfolgreich, weil vor den meisten Theaterhäusern so viele Menschen Schlange standen, dass man überhaupt nicht hineinkam. Von daher war es zwar eine lange Nacht, aber ohne viel Theater und Oper.

Ein kleines bisschen hat sich der Spaß trotzdem gelohnt. Ich habe mir eine Stepptanz-Vorführung angeschaut und einen Ausschnitt von „SOAP“ gesehen, die sogenannte „Badewannenshow“, welche eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Komik darstellt und bei der die Schauspieler Kunststücke auf, in und aus der Badewanne heraus zeigen. Danach wollte ich ins Kabarett gehen, aber das war aussichtslos, viel zu viele Menschen, bei der Komischen Oper das gleiche Spiel. Zum Schluss war ich noch in einem kleineren Theater und habe einer brasilianischen Band gelauscht.


Nun ja, ich war etwas enttäuscht, weil ich nur die Hälfte von dem, was ich sehen wollte, gesehen habe. Aber da war ich nicht die einzige, anderen ging es genauso wie mir.

Eine Win-Win-Situation (um mal im Studiengangsjargon zu sprechen) hätte anders ausgesehen: dann hätten nämlich die Leute viele verschiedene Theaterstücke bzw. Ausschnitte gesehen, einen schönen Abend gehabt und wären dadurch motiviert gewesen, auch so mal ins Theater oder in die Oper zu gehen. Und die Theater hätten sich zurück ins Bewusstsein der Berliner Einwohner gerufen. Denn wann geht man sonst schon mal ins Theater geschweige denn in die Oper?

Dank der Langen Nacht weiß ich nun aber zumindest mal, was für Theater und Opern es in Berlin so gibt. :-)

Donnerstag, 7. April 2011

Nachtrag II: Konzertwoche - Ill Niño

Man braucht keine Drogen, um high zu werden. Ordentliche Musik reicht vollkommen aus. Ein tolles Konzert und man befindet sich wie im Rausch. Zumindest bei mir funktioniert das.

Es gibt Konzerte, bei denen man einfach das Gefühl hat, in einer völlig anderen Welt zu sein, bei denen einen die Musik derart in den Bann zieht, dass man völlig geflasht ist. Es sind Momente, in denen nichts anderes als die Musik zählt, in denen es einfach nur darum geht, ein tolles Konzert zu erleben. Und es sind Momente, in denen man nicht alleine ist, man ist einer von vielen, man gehört dazu, man ist unter Gleichgesinnten.

Das Ill Niño-Konzert letzten Mittwoch gehörte eindeutig zu den Konzerten, die ich nicht so schnell vergessen werde. Dass die Band bei ihren Konzerten nicht allzu lange spielt, wusste ich zwar, aber dass sie live absolut der Hammer ist, wusste ich auch. Deshalb war es auch nicht schlimm, dass ich sie schon das dritte Mal live gesehen habe.

Gleich die beiden Vorbands Breed 77 und Deadlock waren wirklich überzeugend. Erstere spielen ähnlich wie Ill Niño eine Art Latin Metal, also Metal mit lateinamerikanischen Einflüssen, zum Beispiel spanischen Gitarren, Trommeln und mit der ein oder anderen Textzeile auf Spanisch. Zweitere sind eine deutsche Band und hatten eine wirklich tolle Sängerin mit dabei. Ich war begeistert, schon bevor die Hauptband auftrat!

Ill Niño selbst spielen Metal genau so wie ich ihn liebe: Sie hauen ordentlich rein, aber ihr Lieder sind auch unglaublich melodisch und der Sänger hat einfach eine supertolle Stimme! Ich war wirklich glücklich, beim Konzert dabei gewesen zu sein!

Bilder vom Konzert gibt es allerdings leider keine – zu viel Lichtgeflacker und Geheadbange.


„Sometimes I feel like the world is looking over my shoulder
I don’t know why but I feel my patience getting shorter
I don’t want to know
I don’t want to feel
I don’t want to be
I don’t want to sound crazy

I don’t want to sound insane
But I can’t take the pressure
Have you ever felt the same?
Like you just need to run away”



(http://www.youtube.com/watch?v=ma-hONmMtfI)

Dienstag, 5. April 2011

Nachtrag I: Konzertwoche - Katie Melua

So ein Künstlerleben ist nicht immer einfach. Von außen betrachtet scheint zwar alles toll zu sein, alles scheint zu glitzern, aber Schattenseiten gibt es immer. Wer sich „Star“ schimpfen darf, wird verehrt und bewundert, steht im Rampenlicht, verdient viel Geld. Aber irgendwann ist die Luft auch mal raus.

Katie Melua musste ihre eigentlich für November geplante Tour auf März verschieben, weil sie nach jahrelangen Touren, dem Schreiben von Liedern für ein Album nach dem nächsten und ständigen Studioaufnahmen aufgrund von Erschöpfung einfach nicht mehr konnte und eine Auszeit brauchte. Sie hat sich beim Konzert letzten Montag hier in Berlin sehr lieb bei den Fans bedankt, dass sie ihre Karte behalten haben und so lange auf das Konzert gewartet haben.

Katie Melua hat eine verzaubernd schöne Stimme – und eben so schöne Lieder! Sie begann mit „The closest thing to crazy“, dem Lied, mit dem sie berühmt geworden ist. Insgesamt war das Programm allerdings nicht sehr gemischt, da sie fast alle Lieder ihres aktuellen Albums gesungen hat. Aber es war ein sehr schönes Konzert! Besonders toll fand ich die Videoeinspielungen bei „Red balloon“ im Hintergrund: Es wurde der Himmel mit erst wenigen und am Ende ganz vielen roten Luftballons gezeigt, während der Boden in Nebel getaucht und rot angestrahlt wurde. Traumhaft!

„The sky is full of red balloons
Red balloons are full of broken hearts
Broken hearts are floating by a chance
Will they burst or drift into arms?”





Montag, 28. März 2011

Musical rockt das Theater!

Ich war gestern im Westen drüben! Meist bin ich sonst im östlichen Teil der Stadt unterwegs, weil ich dort wohne, und wenn man in der Innenstadt ist, dann fällt einem auch nicht auf, ob man nun im ursprünglich westlichen oder östlichen Teil der Stadt ist. Eigentlich find ich es auch blöd, dass immer noch über Ost und West geredet wird, aber es gibt doch immer noch Unterschiede und wenn man in ein Theater mit dem Namen Theater des Westens geht, dann wird man unweigerlich daran erinnert.

Im besagten Theater war heute Tag der offenen Tür. Es wurden Ausschnitte aus dem aktuellen Musical „We will rock you“ gezeigt! So richtig auf der Bühne! Die Kostüme, die Frisuren, echt genial! Und die Stimmung erst! Das Publikum klatscht schon vorher den Rhythmus des Titellieds und natürlich werden „We will rock you“ und „We are the champions“, die bekanntesten Lieder von Queen, lauthals mitgesungen!

Neben der Show ist der Sound das Wichtigste: Über der Hauptbühne, auf der Tänzer und Sänger auftreten, gibt es noch eine schmalere Bühne mit der Band, die für ordentliche Musik und ordentliche Lautstärke sorgt. Ab und zu darf auch einer der Gitarristen mal auf die Hauptbühne und dort sein Solo spielen!

Das Theater an sich ist natürlich auch ein wirklich schickes Gebäude. Im Foyer haben gestern Darsteller ein paar Lieder aus dem Musical gesungen. Außerdem erfuhr man einige Hintergrundinformationen über das Stück „We will rock you“, über das Theater und darüber, wie eine Musicalaufführung entwickelt wird. Im Falle von „We will rock you“ stehen 27 Darsteller auf der Bühne, aber das Ensemble besteht insgesamt aus 40 Personen und weil öfters mal jemand ausfällt, muss jeder bis zu zehn Rollen einstudieren! Da die Darsteller von überall her kommen, wird beim Training hauptsächlich englisch gesprochen, es gibt 200 verschiedene Kostüme und 60 Frisuren, die sieben Tage die Woche gestylt werden müssen. Uraufgeführt wurde das Musical 2002 in London, seit 2004 wird es in verschiedenen Städten in Deutschland gezeigt, zurzeit eben in Berlin. Etwa zwei Millionen Deutsche haben das Stück schon gesehen! Wann gehören wir mit dazu?

Und nun noch ein paar Bilder:

Montag, 21. März 2011

Kissenschlacht am Brandenburger Tor





(Quelle: Picture Report - Berlin City Photos)

Es ist so einfach die Menschen glücklich zu machen! Du musst ihnen nur sagen, dass sie sich mit Kissen gewappnet auf einem großen Platz treffen und eine Kissenschlacht anzetteln sollen! So geschehen gestern Nachmittag am Brandenburger Tor. Unzählbar viele Menschen haben sich mit Kissen beworfen und Federn durch die Gegend gewirbelt. Über eine Stunde lang regnete es Kissenfedern, der Boden war am Ende von einer zentimeterdicken Federschicht bedeckt, es war ein wirklich einzigartiger Anblick. Und die Leute hatten einfach nur Spaß dabei!

Laut Presse haben etwa 3000 Menschen beim Flashmob auf dem Pariser Platz direkt vorm Brandenburger Tor mitgemacht. Am Ende war echt alles weiß! Und ihr hättet die Blicke der Leute sehen sollen, die nachmittags Richtung Brandenburger Tor gelaufen sind!

Schaut auch hier:



Doch was bringt so ein Flashmob, also eine Ansammlung von Menschen, die sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort treffen und irgendetwas Ungewöhnliches machen, eigentlich?
Dient er dazu,
• um einfach mal was verrücktes zu machen?
• um dem langweiligen Alltag für ein paar Minuten zu entfliehen?
• um einem für eine kurze Zeit das Gefühl zu geben, irgendwo dazuzugehören?
• um Touristen zu verschrecken?
• um lustige Bilder und Videos machen zu können, die man dann im Internet hochlädt?

Was auch immer es ist, so ein Flashmob ist schon irgendwie faszinierend. In diesem Fall am Brandenburger Tor ging’s wohl einfach nur darum, eine ungewöhnliche Aktion zu starten und Spaß zu haben. Aber es gibt auch Flashmobs, die wirklich dazu dienen, Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema zu erreichen, sei es eine politische Angelegenheit oder sei es als Werbung für ein Unternehmen oder ähnliches. Vor zwei Wochen erst gab es beispielsweise hier am Berliner Hauptbahnhof einen Flashmob von Tänzern, die einen Tanz aus einem neuen Stück, das an der Oper gezeigt wird, vorgeführt haben (http://www.youtube.com/watch?v=glgOuuDYprA). Die Leute, die das miterlebt haben, haben bestimmt allen Freunden und Bekannten davon erzählt. Gelungene Werbung also. Und diejenigen, die dann ein Video von dem ganzem im Internet sahen, wurden eben dadurch drauf aufmerksam. Zu letzteren gehöre ich, denn ich möchte mir dieses Tanzstück eventuell ganz gerne mal anschauen. :-) Und die nächste Kissenschlacht kommt bestimmt auch!

Sonntag, 13. März 2011

Ja, von wegen…

„Zusammen ist man weniger allein” – ja, das dachte ich auch, als ich hier in eine WG gezogen bin. Leider ist es bei mir nicht wie in dem Film, in welchem die einsame, zurückgezogen lebende Camille, gespielt von Audrey Tautou, zu zwei Männern in eine WG zieht und dort vollkommen aufblüht, weil sie in einem ihrer Mitbewohner einen wunderbaren guten Freund findet und sich in ihren anderen Mitbewohner verliebt. Nein, bei mir ist es so, dass meine Mitbewohnerin leider seit einer gefühlten Ewigkeit nicht da ist und das andere Zimmer seit drei Monaten leer steht. Wenn ich anderen Leuten erzähle, dass ich die Wohnung ganz für mich habe, bekomme ich immer die Antwort: „Das ist doch toll, da hast du deine Ruhe.“ Und ich antworte dann immer ganz verzweifelt: „Eigentlich möchte ich aber gar nicht meine Ruhe haben. Ich wollte in ne WG ziehen, um nicht alleine zu sein.“ Naja gut, aber bald geht ja das neue Semester los und dann ist es hier auch nicht mehr so still und es zieht hoffentlich jemand Neues bei uns ein.

Der Flur bekommt heute erst mal ein neues Poster verpasst, eins mit Motiv vom Eiffelturm. Wenn niemand da ist, kann sich ja auch niemand beschweren :-).

In meinem Zimmer hängt schon ein Poster mit dem Arc de Triomphe. Hach ja, Paris ist eine so tolle Stadt. Irgendwann möchte ich noch einmal dahin zurück.

Montag, 31. Januar 2011

Museumsmarathon





Als erprobte und immer wieder begeisterte Museumsnächtlerin durfte ich auch bei der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag hier in Berlin nicht fehlen. Es war natürlich nicht ganz so schön wie im wundervollen Dresden :-), aber auf jeden Fall auch sehr lohnenswert! Ein wenig enttäuscht war ich, weil nur zwei der fünf Museen auf der Museumsinsel offen hatten, nämlich das Alte Museum mit Kunst aus dem antiken Griechenland und das Bode-Museum mit Skulpturen und Gemälden aus den Zeiten des Barock und der Gotik, wobei das Gebäude an sich schon ein Kunstwerk ist. Wirklich beeindruckend! Die berühmte Nofretete habe ich leider nicht gesehen, weil sie im Neuen Museum, welches eben nicht geöffnet hatte, ausgestellt ist.

Von der Museumsinsel führte mich mein Weg als nächstes zum Museum für Post und Kommunikation, in dem alle möglichen Geräte zur Nachrichtenübertragung ausgestellt sind, also alte Telefone, Telegraphen, Postkästen, die ersten Fernsehkameras und Radiogeräte, sowie zum Musikinstrumenten-Museum, in dem es passenderweise gerade eine Sonderausstellung zum Thema „Faszination Gitarre“ gab. Anschließen stand auf meinem Plan noch die Gemäldegalerie am Potsdamer Platz, in welcher unglaublich viele Werke von Künstlern aus ganz Europa zu sehen sind, wobei ich die Rembrandt-Bilder, für die die Galerie berühmt ist, irgendwie übersehen bzw. nicht bewusst wahrgenommen habe. Nun ja, schlimmer wäre es gewesen, wenn ich Caspar David Friedrich-Bilder übersehen hätte, aber dessen Bilder sind zum Großteil ja sowieso in Dresden ausgestellt. :-)

Zum Schluss schaute ich mir noch das Rote Rathaus an, in dem unser Herr Bürgermeister seinen Amtssitz hat, lauschte zu Orgelklängen in der wirklich überaus schönen Marienkirche und warf einen Blick ins DDR-Museum. Das war ganz interessant und lustig. Mir war gar nicht bewusst, dass die Kaffeedose meiner Eltern zu Hause noch aus der DDR-Zeit stammt. :-)

Dienstag, 16. November 2010

Großstadtleben

Ich fühle mich schon fast als Großstadtmensch, wenn ich mit Coffee to go in die nächste U-Bahn steige, als wären dies die normalsten Dinge der Welt.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Yes! Berlin!

Es hat eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, was für eine tolle Stadt Berlin ist. Aber spätestens gestern habe ich mich in die Stadt verliebt, spätestens gestern wurde mir bewusst, dass ich wirklich großes Glück habe, hier leben und studieren zu dürfen. Bisher erschien mir die Stadt eher als grau und nicht unbedingt als gemütlich, nicht als eine Stadt, in der man sich wirklich wohlfühlen kann. Je mehr ich jedoch von Berlin sehe und kennenlerne, desto mehr gefällt mir die Stadt, desto mehr weiß ich es zu schätzen, hier einen Studienplatz bekommen zu haben. Und ja, ich werde mehr und mehr zum Berlin-Fan, ich beginne irgendwie eine Art Stolz auf mein neues Zuhause zu entwickeln.

Dass ich mehr und mehr von Berlin begeistert bin, lag auch an dem seit letzter Woche stattfindenden Festival of Lights: Innerhalb von mehreren Tagen wurden bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, der Berliner Dom und die Gebäude am Gendarmenmarkt von Lichtprojektoren farbig angestrahlt und waren noch eindrucksvoller als so schon. Auch die Fußgängermeile Unter den Linden gewann an unglaublichem Charme, weil die Bäume grün und gelb beleuchtet wurden. Ich habe mich gestern auch dem Strom von Menschen auf dem abendlichen Weg durch die Stadt angeschlossen. Die Leute haben fotografiert, was das Zeug hielt.




Sonntag, 10. Oktober 2010

Aller Anfang ist schwer - Meine erste Woche in Berlin

Ja, wir haben neben Infomaterial eine süße kleine Zuckertüte in den Farben der Uni und gefüllt mit Studentenfutter bei unserer Einführungsveranstaltung bekommen!

Insgesamt war die erste Woche recht aufregend, wobei es schon erst mal ein seltsames Gefühl ist, wieder ganz von vorn anzufangen. Da hat man nun schon drei Jahre studiert und plötzlich ist man wieder ein orientierungslos durch die Gegend laufender, keinen Plan von nichts habender Ersti. Bisher habe ich aber sehr viele positive Erfahrungen hier an der HTW Berlin sammeln können! Die Uni ist super und das Essen in der Mensa schmeckt auch! :-) Da wir gleich beim Thema Mensa sind: Der schönste Teil der Hochschule ist wohl der Außenbereich von Mensa und Cafeteria, die in einem Gebäude direkt an der Spree untergebracht sind. Dort wurde nämlich Sand aufgeschüttet, es gibt Liegestühle und Palmen und natürlich den Blick aufs Wasser! Einfach nur herrlich!

Mein Studiengang ist sehr vielversprechend und meine Kommilitoninnen und Kommilitonen sind alle wirklich nett! Da fällt es mir doch etwas leichter, hier Fuß zu fassen! Ein bisschen eingeschüchtert bin ich, weil viele entweder nebenbei schon in einer Marketingabteilung eines Unternehmens arbeiten oder bereits mehrere Jahre praktische Erfahrungen gesammelt haben, während ich selbst bisher ja mehr im Pressebereich gearbeitet habe und mit Marketing noch nicht allzu viel am Hut hatte. Aber ich bin ja hier, um zu lernen! Und viel lernen werde ich sicherlich, was den Marketingbereich angeht, aber es stehen auch Veranstaltungen auf meinem Stundenplan, in denen ich lerne, wie man ordentlich Vorträge hält, wie Marken entwickelt werden und wie Unternehmen soziale Netzwerke im Internet, also Facebook und ähnliche Kanäle, einsetzen. Einige der Dozenten kommen direkt aus der Praxis und arbeiten hauptberuflich in einer Agentur oder als Berater. Das kann ja nur positiv sein! Die Veranstaltungen hier sind eine Mischung aus Vorlesung und Übung. In den ersten Wochen lernen wir Grundlagen und danach arbeiten wir in Gruppen. Das bedeutet, dass wir entweder ein Referat halten oder an einem Projekt arbeiten und am Ende die Ergebnisse präsentieren müssen. Ich denke, da kommt recht viel Arbeit auf mich zu, aber ich hoffe, dass es Arbeit ist, die Spaß macht!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Erstes Erkunden von Uni und Stadt

Trotz dessen, dass mein Seminar am Freitag nicht stattfand, habe ich mich auf den Weg zur Uni gemacht, um auszukundschaften, wo ich denn ab Montag hin muss. Einer der beiden Uniteile ist gleich bei mir um die Ecke, der zweite Uniteil, in dem sich auch mein Fachbereich befindet, ist etwa sieben Kilometer entfernt, mit der Bahn aber ganz leicht zu erreichen. Ich war echt beeindruckt! Die Unigebäude dort sind riesig! Die vorderen Gebäude sehen aus wie ehemalige Fabrikgebäude, in modernen Gebäuden im hinteren Teil des Campus sind Mensa und Bibliothek untergebracht. Insgesamt gefiel mir das, was ich sah, recht gut! Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie es sein würde, wenn das zu dieser Zeit fast leere Gelände von Studenten bevölkert wird.

Am Samstag habe ich mich dann unter die Touristen gemischt und mir ein wenig die Innenstadt angeschaut. Mein Weg führte mich vom Alexanderplatz vorbei an diversen Museen und historischen Bauwerken bis hin zum Brandenburger Tor. Ich schaute mir den Berliner Dom an (schöööööön!!!!) und schlenderte über einen Kunstmarkt am Ufer der Spree. Nun ja, Berlin mag nicht die schönste Stadt schlechthin sein, aber sie hat doch einiges zu bieten. Ich denke, es wird mir an den Wochenenden nicht langweilig werden!


Freitag, 1. Oktober 2010

Koffer ohne Rollen und Strom weg – Meine Ankunft in Berlin

Ich glaubte, jener Koffer, in welchen ich meine Sachen packte, hätte Rollen und es wäre kein Problem, den Koffer, meinen riesigen Rucksack und meine Gitarre von der U-Bahn-Station zum Wohnheim zu tragen. Nun ja, mein Koffer hatte keine Rollen, also habe ich mich halb tot geschleppt, musste alle paar Meter Pause machen, um den Koffer kurz abzusetzen und kam schließlich total erschöpft und außerdem viel später als geplant (der Zug hatte viel länger gebraucht) in der WG an. Dort wurde ich von einer Lucia aus Spanien begrüßt, die mir sogleich erzählte, dass sie ebenso wie meine andere Mitbewohnerin am nächsten Tag schon ausziehen würde. Nichts war’s also mit Kennenlernen der Mitbewohnerinnen. Dafür kommen aber zwei ganz neue Leute!

So. Wenige Minuten nachdem ich angekommen war und während ich fleißig meine Sachen auspackte, hat es bei mir im Zimmer erst mal die Sicherung durchgehauen. Erst dachte ich, es wäre nur die Glühbirne meiner Deckenlampe durchgeraucht, aber kurz danach stellte ich fest, dass mein Handy, das ich an die Steckdose gesteckt hatte, nicht mehr lädt. Stromausfall konnte es nicht sein, denn im Flur brannte noch Licht. Planlos wie ich bin habe ich zu Hause angerufen und gefragt, was man denn macht, wenn der Strom plötzlich in einem der Zimmer weg ist. Mir wurde erklärt, ich soll den Sicherungskasten suchen und den Schalter, der nach unten gerichtet ist, nach oben drücken. Gut, habe ich gemacht. Das Licht funktionierte wieder, aber mein Handy lud trotzdem nicht weiter. Hm, da hat es wohl mein Ladekabel entschärft. Nun habe ich also weder Internet noch bin ich telefonisch zu erreichen. Fängt ja gut an.


Inzwischen fühl ich mich aber recht wohl hier und habe mich ein wenig eingerichtet. Es fehlen noch Vorhänge am Fenster, Poster an den Wänden und irgendwas, das dieses Zimmer noch etwas gemütlicher macht. Eine meiner Mitbewohnerinnen habe ich auch schon getroffen. Sie ist wirklich nett, ich hoffe, dass wir gut miteinander auskommen. In die Uni muss ich erst am Montag. Ich habe heute eine E-Mail bekommen, in welcher stand, dass jenes Seminar, das heute beginnen sollte, doch erst nächsten Freitag beginnt.

Mittwoch, 8. September 2010

Jetzt wird's ernst

Ich war gestern in Berlin und habe meinen Mietvertrag für ein Zimmer im Wohnheim unterschrieben! Meinem Umzug steht also nichts mehr im Wege, jetzt gibt es kein Zurück mehr! Mein erster Eindruck von der Stadt war zwar nicht unbedingt der beste, aber ich hoffe dennoch, dass ich mich dort gut einleben und wohl fühlen werde. Schon nächste Woche werde ich mein ganzes Zeug nach Berlin schaffen. Vielleicht treffe ich dann auch eine meiner beiden Mitbewohnerinnen an. Sehr schön an meinem Zimmer finde ich die beiden großen Fenster! Und ich freu mich auch, dort eine ordentliche Küche und ein Bad mit genügend Platz zu haben (nicht zu vergleichen mit dem Wohnheim in Chemnitz). Wenn jetzt noch alles reibungslos mit dem Uniwechsel klappt, dann bin ich erst mal zufrieden.


Tada, hier werde ich wohnen!

Donnerstag, 2. September 2010

Wer will schon die Welt erobern?

Auch und vor allem kleine Erfolgserlebnisse machen das Leben schön und lebenswert. Sei es ein reserviertes Zimmer im Wohnheim, ein ausgesuchtes Brillengestell, ein fertig gelesenes Buch oder ein neues Lied, das man so mehr oder minder auf der Gitarre nachspielen kann – mein Leben erfreut sich gerade an kleinen Dingen. Selbst wenn man nur kleine Schritte macht, kommt man vorwärts und erreicht irgendwann den Gipfel des Berges, durchläuft die Ziellinie, findet das Glück, welches man sucht.
Zu viele Erwartungen an sich selbst und an andere machen das Leben nur noch schwerer als es ist. Entscheidungen können richtig oder falsch sein. Aus falschen Entscheidungen muss man das Beste machen, das Leben geht weiter, die Uhr bleibt nicht stehen.

Ich habe mich für ein Masterstudium in Berlin entschieden und hoffe, dass ich dort gut zurechtkomme, dass ich nette Menschen kennenlerne und dass mein Studium interessant ist, damit ich mich mit dem, was ich mache, identifizieren kann. Um meine Freizeit brauch ich mir ja keine Sorgen machen, da sollte es genügend Gestaltungsmöglichkeiten geben, ein größeres Problem wird wohl eher das Geld darstellen. Wenn ich lese, welche tollen Bands jede Woche allein im K17, einem bekannten Musikclub (quasi dem Südbahnhof von Berlin), spielen, dann seh ich mich schon rechnen, rechnen, rechnen.